Geschichte der Bibliothek

 

Die Adalbert- Raps Bibliothek zur Gewürzgeschichte ist eine wissenschaftliche Präsenzbibliothek zum Thema Gewürze und Kulturgeschichte des Essens.

 

Den Anstoß zum Aufbau der Sammlung gab zum einen die Tatsache, dass in Kulmbach seit 1943 mit dem Unternehmen Raps & Co eines der bedeutenden europäischen Gewürzunternehmen ansässig ist. Zum anderen war Franken mit seiner Metropole Nürnberg schon einmal, vom 13. bis zum 16. Jahrhundert, europäisches Handelszentrum für Gewürze.

 

Es lag also nahe, in Kulmbach die Gewürzgeschichte zu dokumentieren. Prof. Dr. Wolfgang Protzner begann im Jahre 1984 im Auftrag der Adalbert- Raps Stiftung mit dem Sammeln von Büchern und auch Gegenständen rund um das Thema Gewürze.

 

Zuerst im Langheimer Amtshof in der Kulmbacher Altstadt angesiedelt, wurde die schnell wachsende Sammlung 1997 im „Landschaftsmuseum Obermain“ auf der Kulmbacher Plassenburg öffentlich. Die Bibliothek wird finanziert aus Mitteln der Adalbert- Raps Stiftung, sie wurde wissenschaftlich betreut von Prof. Dr. Wolfgang Protzner und wird geleitet von Brigitte Lauterbach.

 

Ziel der Adalbert- Raps Bibliothek zur Gewürzgeschichte war und ist die Schaffung und Erhaltung einer möglichst repräsentativen Sammlung von kulturwissenschaftlich bedeutendem und wissenschaftlich auswertbarem Quellenmaterial zum Themenkreis Gewürze.

Schwerpunkte dabei sind Botanik, Herkunft, Geschichte, Handel, Verarbeitung und Verwendung der Gewürze zum Essen und Trinken.

Die Bibliothek beherbergt die nahezu komplette deutschsprachige Literatur zur Gewürzgeschichte und eine inzwischen umfassende deutsche Kochbuch-sammlung vom 17. Jahrhundert bis in die Neuzeit. Die Verwendung der Gewürze zu Heilzwecken wird nur am Rande berücksichtigt. Besonderes Ziel ist es, die Kulturgeschichte des Essens in Deutschland anhand von Kochbüchern zu rekonstruieren.

 

Die Adalbert- Raps Bibliothek zur Gewürzgeschichte umfasst derzeit ca. 12.000 Bücher und viele Exponate. Sie alle sind systematisch EDV-erfasst und stehen Wissenschaftlern, den Medien, Studenten und Schülern sowie dem interessierten Sammler und Laien im angrenzenden Studienraum zur Verfügung.